Die nahe historische Umgebung.

Das Projekt lenkt nun den Blick auf die regionale Topografie. Wir begreifen die beispiellose Fabrik- und Ortsanlage als ein Dokument für den Wandel von einer Agrar- zu einer Industriegesellschaft. Die Voraussetzungen und die Folgen diese Entwicklungen erzählt die Umgebung.

Die hochbedeutende vorindustrielle Eisenverhüttungsanlage „Schloss“ Eisenhammer ist eine der ältesten erhalten Industrieanlagen Deutschlands und markiert mit dem schlossähnlichen Gebäude von 1722 die Suche nach einer architektonischen Lösung für Anforderungen, die eine Fabrik stellt. Sie steht außerdem stellvertretend für die ehemalige Eisenerzverarbeitung und den Tagebau im Brachttal.

Brachttal, Schloss Eisenhammer, Beginn des 20. Jahrhunderts

Brachttal, Schloss Eisenhammer, Beginn des 20. Jahrhunderts

Der schlossähnliche Eisenhammer bildet die Gelenkstelle zum fünf Kilometer entfernten Dorf Birstein. Mit dem Barockschloss (virtueller Rundgang) und dem barocken Ortskern steht es stellvertretend für eine vorindustrielle Gesellschaftsstruktur.

Die ebenfalls fünf Kilometer entfernte Stadt Wächtersbach befindet sich gegenwärtig in der Transformation von einem Industrie- zu einem Dienstleistungszentrum und beherbergt den für die Fabrik namensgebenden Schlossbau aus der Renaissance mit mittelalterlichem Ortskern. Außerdem markiert es mit seinen Verkehrsanschlüssen die zunehmende Bedeutung von Mobilität während der Industrialisierung.

Wächtersbach, Schloss

Wächtersbach, Schloss

Alle drei Orte sind durch den touristisch erschlossenen Südbahnradweg und die B276 miteinander verbunden, Wächtersbach liegt an der Bahnstrecke Frankfurt-Fulda und besitzt einen Anschluss an die A 66.

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